Die Wohnungslosenhilfe des Diakonischen Werkes startet mit einem neuen Projekt für Frauen

- 25.03.2024 - 

HILA - Housing first für Frauen

Landespressekonferenz: Wohnungslose Menschen schneller in Wohnraum bringen, Obdachlosigkeit reduzieren: Sechs „Housing First“-Modellprojekte starten in Baden-Württemberg

Am Donnerstag den 14. März 2024 waren wir mit unserem Projekt HILA- Housing first ,für Frauen innerhalb der Wohnungslosenhilfe des Diakonische Werks, bei der Pressekonferenz im Landesministerium auf dem Podium mit dabei.
Baden-Württembergs Minister für Soziales, Gesundheit und Integration, Manne Lucha, stellte zusammen mit der Vorständin der Vector Stiftung, Edith Wolf, und unserer Projektmitarbeiterin Paula Tümpel die neue Förderinitiative zum sozialpolitischen „Housing-First“-Ansatz im Land vor.
Mit dem Housing-First-Ansatz, der bereits in den USA und in anderen europäischen Staaten erfolgreich erprobt worden ist, lassen sich wohnungslose Menschen dauerhaft in Wohnraum vermitteln.
Das Prinzip lautet: Es hat oberste Priorität, Wohnungslose von der Straße zu holen und ihnen unbefristete Mietverträge – also ein dauerhaftes Dach über dem Kopf – zu besorgen. Wenn die Wohnung gefunden ist, werden begleitende sozialpädagogische Hilfen angeboten und es entsteht Vertrauen und Raum, an den Themen der ehemals wohnungslosen Menschen zu arbeiten.
Wir freuen uns sehr, ein Projekt der Landesförderung zu sein. Wir haben bewusst den Schwerpunkt Frauen gewählt. Zum einen um eine höhere Sichtbarkeit der verdeckten Wohnungslosigkeit aufmerksam zu machen und zum andere auf die speziellen Bedarfe der Frauen einzugehen. Z. B. ist auffällig das 90% der wohnungslosen Frauen von Gewalterfahrungen betroffen sind. Von daher haben wir in unserem Konzept diesen Faktor besonders berücksichtigt.
 
Text: Simone Hahn