Sorge um die aktuelle Entwicklung der Asylgesetzgebung

- 21.06.2023 - 

"Ich bin ein Fremder gewesen und Ihr habt mich aufgenommen"

Das Diakonische Werk Freiburg sieht mit Sorge auf die aktuelle Entwicklung der politischen Situation und Diskussion zur Verschärfung der Asylgesetzgebung und möchte den jährlich am 20. Juni stattfindenden Weltflüchtlingstag zum Anlass nehmen, um an dieser Stelle auf eine Stellungnahme des Diakonischen Werkes Baden zu verweisen und sich dieser anzuschließen.

„Flüchtlinge werden in einer Krisenlage, die sich aus verschiedenen Gründen ergibt, als zusätzliche Belastung gesehen und zur politischen Stimmungsmache missbraucht“,
mahnt Landesbischöfin Heike Springhart. Es bedürfe einer Versachlichung der Diskussion.
„Statt auf Abschottung und lebensgefährliche ‚Push-backs‘ zu setzen, benötigen wir eine europäische Flüchtlingspolitik, die faire und gerechte Asylverfahren sicherstellt und Integration von Anfang an ermöglicht.
Es geht um die Schaffung von mehr verbindlicher Solidarität und von vernünftigen Rahmenbedingungen, die auch die Aufnahmegesellschaft entlasten“, fordert sie. „Menschen, denen politische Verfolgung oder schwere Gefahren in Kriegssituation drohen, haben einen Anspruch auf Schutz. Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Afghanistan und anderen Ländern auf für ‚sicher‘ erklärte Drittsaaten wie z.B. die Türkei oder Tunesien verweisen zu wollen, untergräbt den Kern des Internationalen Flüchtlingsschutzsystem, wie es aufgrund der Erfahrungen vor, während und nach den beiden Weltkriegen geschaffen wurde.“